Der Schokohimmel im Bierparadies: Finest Spirits & Beer Convention [Messe]

21 Okt Das Rad der Aromen für die Bierverkostung

Heute gibt’s auf diesem Back-Blog kein Rezept, stattdessen geht’s thematisch um Bier. Bier?! Ja klar! Es liegt sogar nahe, denn schließlich lässt sich damit auch wunderbar Süßes zaubern. Ich sage nur: erfrischendes Weißbier-Eis, saftige Altbier-Schoko-Torte, schokoladiger Guinness-Kuchen

→ alle Schokohimmel-Fans unter 16 Jahren müssen jetzt leider woanders weiterlesen :-D .

Als Foodie bin ich immer interessiert an kulinarischen Highlights – und dazu zählt die Finest Spirits & Beer Convention ganz bestimmt! Also habe ich mich sehr gefreut, bei diesem Event mal reinschnuppern und -schmecken zu können. In der schönen Bochumer Jahrhunderthalle drehte sich am vergangenen Wochenende alles um Whisky, edle Spirituosen und feinste Biere. Und Letzteres finde ich megainteressant, während Ihr mich mit Hochprozentigem nicht hinterm Ofen hervorlocken könnt :-P .

Was mich einfach immer fasziniert, ist ehrliche Handwerkskunst und Qualität. Bezogen auf Lebensmittel: Ja, es ist ein Unterschied, ob ich Schokolade mit Edel-Kakao oder billige Supermarktware esse. Ja, es ist ein Unterschied, ob ich Massen-Kaffee oder ausgesuchten Kaffee von kleinen Röstereien trinke, die mir sogar die Anbau-Farm nennen können. Ja, es ist ein Unterschied, ob ich sogenannte “Fernseh-Biere” (die aus der Werbung…) oder Craftbeer genieße. Denn letzteren sind Biere mit Ecken und Kanten, mit Charakter. Das andere ist Massengeschmack.

Bier ist ein unheimlich vielfältiges Lebensmittel, das herb, voll, weich, fruchtig, würzig, rauchig, malzig usw. usf. schmecken kann. Es kann fast schwarz sein, rötlich schimmern oder die Farbe von Honig haben. Dieser Aromenreichtum ist uns doch von Kaffee und Schokolade bestens bekannt… :-)

Die Atmosphäre in der Jahrhunderthalle? Sehr gediegen. Die Finest Spirits & Beer Convention hat nichts mit wahllosem Trinken zu tun, sondern zelebriert den bewussten Genuss. Und so habe ich mir an den Aussteller-Ständen verschiedene Biersorten angeschaut, habe einem interessanten Experten-Vortrag über Craftbeer zugehört, einen Fass-Anschlag beobachtet und viele Bier-Infos gesammelt. Nun weiß ich eine Menge über ober- und untergärige Biere, Stammwürze, Bittereinheiten, Braukunst [...] .

Hier und da habe ich natürlich mal eine kleine Menge Gerstensaft verkostet. Und für alle Schokoholics: Nachdem ich ein Camba Dry Stout probiert habe, weiß ich, dass Bier durchaus auch Kakao- und Schokoladennoten in Geruch und Geschmack aufweisen kann. Das dunkle, obergärige Bier war mild und samtig. Es hatte einen ganz weichen Abgang, überhaupt nicht herb. Da hätte ich verdammt gut Schokolade oder Kuchen zu essen können; diese Köstlichkeiten waren aber leider in dem Moment nicht greifbar. Jedenfalls: Von wegen, nur Wein & Schokolade passen zusammen – das halte ich ja sowieso für ein ziemlich unsinniges Gerücht! :-D

Ich hoffe, dass die Bilder Euch einen kleinen Eindruck von dieser schönen Genuss-Messe geben können. Prost!

Happy Birthday! Ruck-zuck-3D-Rührkuchen für Nicht-Tortenkünstler [Produkttest und Buchrezension]

17 Okt Kleiner 3D-Blitzkuchen

Torten? Ich? Seien wir ehrlich: Das würde schon an meinen nicht vorhandenen Dekorier-Künsten scheitern :-D . Böden aufschneiden, Cremes aufschlagen, Fondant rollen… och nööööö. Schuster, bleib’ bei deinen Leisten – und das sind bei mir im Normalfall saftige Rührkuchen. Und jetzt: einfacher Kuchen in “Tortenform” → die richtige Backform macht es möglich. Das ist doch mal was für mich.

Als ich in “Lust auf Backen“* von Bäckermeister und Konditor Hannes Weber ein Rezept für einen saftigen Blitz-Kastenkuchen entdeckte, stand mein Entschluss fest, mit diesem Teig einen ersten Test mit meiner kleinen 3D-Vollbackform** zu starten. Wenn es schief gegangen wäre, wäre es nicht sooooo schlimm gewesen, weil die Zutaten zugegebenermaßen nicht gerade extravagant sind. Ein Kuchen für Tage, an denen man einfach sehr schnell einen Kuchen braucht – oder eben Backform-Experimente durchführen will ;-) . Ihr könnt natürlich auch eine kleine Kastenform benutzen.

Zutaten für eine 20 cm-Kastenform (oder die 1 l-Vollbackform)

65 g Mehl // 65 g Speisestärke // 130 g Zucker // 140 g geschmacksneutrales Öl (ich: Sonnenblumenöl) // 3 Eier, Größe M // 1 TL (7 g) Backpulver // + optional Zitronen- und Orangenabrieb, gemahlene Vanille…

+ optional für die Deko: Puderzucker, Zitronensaft, Smarties…

Zubereitung

Der Teig ist blitzschnell zubereitet: Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Handmixer (Rührstäbe) oder in der Küchenmaschine auf kleiner Stufe ca. 10 Minuten lang glatt verrühren. Aufgrund der langen Rührzeit ist in diesem Fall eine Küchenmaschine praktisch :-) . Den Backofen auf 220° Ober- und Unterhitze (Empfehlung von Hannes Weber) vorheizen.

Die Form – egal, ob Kasten- oder Vollbackform – gut ausbuttern und bemehlen, dann löst sich der Kuchen hinterher kinderleicht aus der Form. Falls Ihr die 3D-Form benutzt, solltet Ihr den Kuchen auf einem Backblech backen (nicht auf dem Rost) und dieses mit Backpapier auslegen. Denn: Es ist schwierig, die Teigmenge genau zu bemessen und es kann durchaus sein, dass oben etwas rausblubbert (wie bei mir).

Die Ofentemperatur auf 180° reduzieren. Die zweiteilige Form zusammenstecken, den Teig in die Form füllen, glatt streichen und auf der untersten Einschubleiste (Kastenkuchen: Mitte) ca. 35-40 Minuten backen. Eine Stäbchenprobe hilft im Zweifelsfall weiter ;-) .

Nach ca. 15 Minuten im Ofen hat sich oben eine Haut gebildet. Wenn Ihr den Teig jetzt längs leicht einritzt, bildet sich hinterher beim Aufgehen eine schöne Spalte. Dieses Einritzen ist natürlich nur beim Kastenkuchen relevant, denn der 3D-Geburtstagskuchen wird ja “umgedreht” gebacken.

Nach ca. 40 Minuten nehmt Ihr den Kuchen raus, lasst ihn einige Minuten ruhen/abkühlen und könnt den Kastenkuchen dann stürzen. Bei der Vollbackform müsst Ihr je nach Teigmenge noch für einen geraden Boden sorgen, damit der Kuchen sicher stehen kann. Nach dem Auskühlen könnt Ihr Euer Werk nach Belieben mit Puderzucker bestäuben oder einen Guss anrühren und Smarties, Gummibärchen oder sonst etwas drankleben. Und dann: jemanden damit überraschen! :-) Lasst es Euch schmecken!

Übrigens: Foodqueen Julia sucht gerade Rezepte zum Thema “Happy Birthday” – das passt ja wie die Faust aufs Auge, ich bin mit meinem kleinen Kuchen gern dabei.

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Buch-Rezension “Lust auf Backen”*

Lust auf Backen” von Bäckermeister und Konditor Hannes Weber ist ein sehr hochwertiges, grundlegendes Buch zum Thema Backen. Alle Arten von Teig werden Bild für Bild und Schritt für Schritt präzise erklärt. Im Einzelnen: Mürbeteig (das ist ja etwas für mich :-D ), Hefeteig, Rührteig, Biskuit, Strudel-, Brand- und Blätterteig sowie Brot und Brötchen. Zusätzlich findet Ihr ausführliche Profi-Tipps zu Back-Zutaten sowie -formen und -utensilien und natürlich ein Glossar zu allen Begriffen rund ums Bäcker-Handwerk.

Es sind auch einige moderne Rezepte enthalten, aber insgesamt ist “Lust auf Backen” eher ein Standardwerk für die richtigen Klassiker. Backen braucht Zeit, Geduld und Muße, das ist die Botschaft. Eine richtige “Back-Bibel” und ein tolles Nachschlagewerk für alle begeisterten Hobby-Bäcker. Die rund 90 Rezepte sind übersichtlich nach Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet.

240 Seiten, Hardcover, 24,99 €, GU-Verlag

*Der GU-Verlag hat mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Produkttest Happy Birthday-Vollbackform**

Der fertige Kuchen ist auf jeden Fall ein lustiger Gag. Achtung, er ist wirklich “mini”! Die Form selber ist leicht zu handhaben: Ihr müsst nur die beiden Hälften einfetten, bemehlen und zusammenstecken (siehe Fotos). Allerdings ist das vorgestanzte Muster beim fertigen Kuchen nicht soooo prägnant. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei einem dunklen Schokoteig noch weniger zur Geltung kommt als bei meiner Vanille-Variante. Hier müsst Ihr mit Deko (Zuckerguss usw. – und nein, nehmt mich hier nicht als Vorbild :-D ) nacharbeiten, dann sieht die “Torte” klasse aus. Außerdem besteht die Form eben aus zwei Hälften, und beim fertigen Kuchen sieht man dann entsprechend eine “Naht”. Hier müsst Ihr überstehenden Teig ggf. mit einem scharfen Messer abschaben.

Konkret bei diesem Rezept: Die Teigmenge war doch etwas zu viel für die kleine Form. Das hätte ich nicht gedacht, denn beim Einfüllen hatte ich noch Zweifel, ob ich überhaupt eine “3-stöckige” Torte bekomme. Aber dann ist der Teig ganz schön hochgegangen. Ein bisschen ist auch auf das Backblech getropft. Nicht schlimm; ich habe den Überschuss nach dem Auskühlen einfach mit einem scharfen Küchenmesser abgetragen, so dass der Boden schön gerade und der kleine Kuchen standfest ist. Es gilt aber, dass man mit der Teigmenge und der Backzeit sicher experimentieren muss.

Vollbackform mit Antihaftbeschichtung, Motiv: Geburtstagstorte, Höhe 16 cm, Füllmenge ca. 1 000 ml, 17,95 €, RBV Birkmann

** Die Firma Birkmann hat mir die 3D-Backform zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Süß, süßer, Nuss-Nougat-Brownies: Schoko-Futter für die Seele

11 Okt Fudgy Nuss-Nougat-Brownies

Nach dem obstlastigen Blog-Post der letzten Woche gibt’s heute mal wieder Schokolade satt <3 . Selten habe ich in so kurzer Zeit so viele Rezepte aus einem Buch nachgebacken wie aus “Kleine Kuchen”. Nach Cheesecake-Brownies, Kokos-Tarte und Erdnussbutter-Brownies waren diesmal die Nuss-Nougat-Brownies fällig (äääääääähm – kann es sein, dass ich eine Schwäche für Brownies habe? :-P ).

Das Rezept habe ich leicht verändert, weil ich statt Mehl gemahlene Haselnüsse verwendet habe. Es sind mal wieder Brownies aus der kleinen Kastenform → genial für den kleinen Haushalt mit großem Schoko-Hunger. Die Zubereitung geht superschnell. Also, ran an den Teig! Denn am Ende habt Ihr fudgy Schoko-Futter für die Seele. Falls Euch mal der Herbstblues erwischen sollte. Und falls nicht: Umso besser, die Nougat-Brownies schmecken einfach immer.

Zutaten für eine 20 cm-Kastenform

2 EL ganze Haselnusskerne // 50 g Nougatmasse // 50 g dunkle Schokolade (ich: 73 % Kakaogehalt) // 50 g Butter // 1 Ei // 100 g brauner Zucker // 50 g gemahlene Haselnusskerne (im Original: 50 g Mehl)

Zubereitung

Die ganzen Haselnusskerne grob hacken, die Nougatmasse in Würfel in schneiden. Die kleine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 160° Umluft vorheizen.

Die dunkle Schokolade und die Butter gemeinsam im Wasserbad oder vorsichtig in der Mikrowelle schmelzen und dann etwas abkühlen lassen. Das Ei verquirlen und mit den gemahlenen Haselnüssen (oder dem Mehl) und dem Zucker unter die Schoko-Butter-Masse rühren. Die gehackten Haselnusskerne und die Nougat-Würfel unterheben. Fertig ist der Brownie-Teig! Ging schnell, was?

Füllt das klebrige Glück in die Form und lasst diese für circa 20 Minuten im heißen Ofen verschwinden. Danach müsst Ihr die Brownies nur noch in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Dann: Herauslösen, anschneiden (jaaaa, die sollen so “unterbacken”-klebrig sein! :-D ), genießen und im Nuss-Nougat-Schokohimmel schwelgen!

An alle, die es nicht soooo süß mögen: Die Brownies sind wirklich richtig süß, fudgy, nussig… Sagt also nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt! :-D Gegebenenfalls könnt Ihr die Zuckermenge reduzieren. Wer aber mal richtig dringend Wohlfühl-Futter für die Seele braucht, macht mit den Nuss-Nougat-Brownies alles richtig. Lasst es Euch schmecken und gutgehen!

Übrigens: Die Schokoladenfee ist gerade auf der Suche nach schokoladigen Rezepten. Meine Schoko-Nuss-Nougat-Brownies passen da ganz gut, finde ich :-) .

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Ich back’ Euch… eine saftige, sehr apfelige Apfel-Szarlotka (“Soll das so sein?”)

5 Okt Apfel-Szarlotka - sieht komisch aus, schmeckt aber lecker

Wenn ein paar liebe Menschen in den Schokohimmel kommen und das Kuchenbuffet etwas größer ausfallen darf, backe ich durchaus entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten auch mal einen Obstkuchen. Das ist okay, so lange für mich zusätzlich etwas Schokoladiges, Nussiges oder Cheesiges auf dem Tisch steht :-P .

So kommt es, dass ich Euch heute einen Apfelkuchen vorstellen kann; eine Seltenheit im Schokohimmel. Das Rezept habe ich bei lecker gefunden. Ich habe es auf eine 26 cm-Springform hochgerechnet (daher die krummen Gramm-Angaben beim Mehl) und ein paar kleine Änderungen (Zimt, Vanille) vorgenommen. Ergebnis: ein seeeehr saftiger Herbstkuchen – so apfelig, dass ich mich gefragt habe, ob das wirklich so sein soll. Schließlich habe ich als Schokoholicerin nicht überragend viel Erfahrung im Obstkuchen-Backen. Aber eins vorweg: Es hat allen geschmeckt ;-) . Szarlotka ist übrigens polnisch und heißt schlicht “Apfelkuchen”. Demnach ist meine Überschrift doppelt-gemoppelt. Aber man soll sie ja auch auf Anhieb verstehen, wenn man des Polnischen nicht mächtig ist (wie ich :-D ).

Zutaten für eine 26 cm-Springform

etwas Öl zum Einfetten // ca. 1,5 kg Äpfel (z. B. Granny Smith; ich: Boskoop) // ein paar Spritzer Zitronensaft // 5 Eier (Gr. M) // 250 g Zucker // gemahlene Vanille und Zimt nach Geschmack // 156 g Mehl // Puderzucker zum Bestäuben // evtl. Alufolie // nach Geschmack dazu: geschlagene Sahne

Zubereitung

Der Kuchen ist ganz schnell gemacht. Am längsten dauern das Schälen und Schnibbeln der Äpfel. Aber vielleicht habt Ihr hierfür ja einen lieben Helfer? :-) Jedenfalls könnt Ihr zu Beginn schon mal den Backofen vorheizen (175 ° Ober- und Unterhitze oder Umluft 150 °). Eine Springform mit etwas Öl auspinseln. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und klein schneiden. Ich habe sie dann direkt noch mit ein bisschen Zitronensaft beträufelt. Die klein geschnittenen Obststücke locker in der Form verteilen.

Für den Teig Eier, Zucker, Vanille­ und Zimt mit den Schneebesen des Handmixers weißcremig schlagen. Das dauert ein paar Minuten. Das Mehl unter­heben. Fertig ist der Teig! Zusätzliches Fett wie Butter oder Öl kommt nicht in den Kuchen. Jetzt müsst Ihr den Teig nur noch in die Form über die Äpfel gießen und ein bisschen “ruckeln”, um ihn schön zu verteilen. In der Theorie soll der Teig nämlich wohl in die Hohlräume zwischen den Äpfeln nach unten sinken. Achtung: Ja, es sind sehr viele Äpfel und ja, die Form ist jetzt sehr voll. Aber keine Angst, es läuft nicht über.

Im heißen Ofen darf die Szarlotka nun 50 – 60 Minuten backen (bei mir: eher länger). Eventuell müsst Ihr sie irgendwann mit Alu­folie abdecken, falls die Oberfläche zu dunkel wird. Bei mir war das nicht nötig.

Fertig? Dann den Kuchen aus dem Ofen nehmen, erst in der Form abkühlen lassen und ihn danach daraus lösen. Wenn er komplett ausgekühlt ist, kriegt er noch eine hübsche Puderzucker-Bestäubung und ist verzehrfertig.

Obstkuchen-Liebhaber freuen sich jetzt über einen ziemlich saftigen Apfel-Genuss. Allerdings ist der Kuchen so apfelig, dass ich ihn kaum aus der Form und auf meinen Kuchenständer transportiert bekommen habe, weil er quasi keinen richtigen “Boden” hat. Da habe ich mich dann gefragt, ob das wirklich die Idee hinter der Szarlotka war oder ob ich irgendetwas verpeilt habe :-P . Ein paar Apfelstückchen weniger hätten ihn vielleicht stabiler gemacht…?

Jedenfalls war unten eher “Kompott” und oben eine Art Teigkruste. Meine Theorie als Obstkuchen-Laie: Eigentlich hätte der Teig durch die Apfelstückchen hindurch nach unten “suppen” und sie so umschließen sollen. Bei mir blieb der Teig aber eher oben drauf, weil die Äpfel vielleicht zu dicht lagen und nichts durchgelassen haben…? Egal – meine Gäste mochten den Kuchen und haben mir glaubhaft versichert, er würde gut schmecken. Ich habe übrigens noch geschlagene Sahne dazu gereicht. Damit lassen sich dann auch optische Mängel kaschieren :-D .

Jedenfalls habe ich mit diesem Kuchen meinen Beitrag dazu geleistet, dass die gute Apfel-Ernte in NRW ihre Abnehmer findet :-D .

Übrigens: Die liebe Tastesheriff-Clara sucht passend zur Jahreszeit Apfelkuchen. Ich reihe mich mit meiner Szarlotka gern ein.

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Ich lade ein… zu sahnigen Schokoladen-Erdnussbutter-Trüffeln [Buchrezension]

2 Okt Liebling Schoko und Liebling Erdnussbutter

Pünktlich zum langen Wochenende habe ich noch eine leckere, nussige Kleinigkeit für Euch. Von meiner großen Liebe zu Erdnussbutter, die im zarten Alter von 27 Jahren urplötzlich aufgekeimt ist, muss ich wohl nicht mehr erzählen. Alles mit Erdnussbutter ist also schon mal gut :-D . Noch besser ist es, wenn Erdnussbutter und Schokolade eine Romanze eingehen – und zu sündhaft-sahnigen Trüffeln werden, die schneller vernascht sind, als man gucken kann. [An dieser Stelle muss ich kurz klarstellen, dass Schokolade trotz Erdnussbutter natürlich meine unangefochtene Nr. 1 <3 bleibt!] Das Rezept habe ich aus dem Buch “Fräulein Klein lädt ein“, das gerade im Callwey-Verlag erschienen ist.*

Zutaten für 12 Trüffel in Muffin-Größe**

180 g dunkle Schokolade (70 % Kakaogehalt; meine: 73 %) // 120 g cremige Erdnussbutter // 50 g Zucker // 150 g Sahne // 150 g dunkle Schokolade (50 % Kakaogehalt) // 1 EL Butter // 2 TL Zucker // Muffin-Papierförmchen // wer mag als Deko: ein paar geröstete, gesalzene Erdnusskerne

Zubereitung

Ein Muffinblech (ich: Mini-Muffinblech**) mit Papierförmchen auslegen. Die Zartbitterschokolade mit dem höheren Kakaogehalt grob zerbrechen und vorsichtig im Wasserbad schmelzen. Je 2 EL (ich: weniger, nach Gefühl**) von der geschmolzenen Schokolade in jedes Papierförmchen geben und dabei die Schokolade auch etwas “nach oben” verstreichen, so dass das Papierförmchen ein wenig ausgekleidet ist. Leicht abkühlen lassen. Achtet wirklich darauf, die flüssige Schokolade “hochzuziehen”. Bei mir war sie nur unten im Förmchen und die sehr weiche Trüffelmasse oben, so dass ich die Trüffel nur schwer aus den Papierförmchen bekommen habe (mit anderen Worten: Ich hatte hinterher schokoverschmierte Finger… naja, es gibt Schlimmeres ;-) ).

Jetzt die Erdnussbutter mit 50 g Zucker glattrühren und je 1 EL (ich: weniger, nach Gefühl**) auf die Schokolade in die Förmchen setzen. Ein wenig glattstreichen.

Die Sahne in einem Topf auf dem Herd leicht erwärmen. Die Schokolade mit dem niedrigeren Kakaogehalt darin schmelzen und mit 1 EL Butter und 2 TL Zucker verrühren, bis sich alles lecker verbunden hat. Die Mischung leicht abkühlen lassen und dann ebenfalls auf die Papierförmchen verteilen. Das Blech leicht durchrütteln, dann wird alles schön glatt. Ich habe noch einen salzigen, gerösteten halben Erdnusskern auf jeden Trüffel gesetzt. Und nun ist warten angesagt, die Trüffel sollten nämlich für mindestens vier Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank.

Zunächst: Ich hätte erwartet, dass die kleinen Leckereien etwas fester werden, aber die obere Trüffelmasse ist wirklich weich geblieben. Dafür ist der Geschmack der Knaller. Die schokoladigen Erdnussbutter-Trüffel sind Sünde pur. Sie zerschmilzen auf der Zunge. Die leicht salzige Note ist ein Träumchen. Aber ich frage mich ernsthaft, wie man diese Sahne-Butter-Schoko-Erdnuss-Leckerei in normaler Muffin-Größe zu sich nehmen soll :-D – ich finde die Mini-Variante in Pralinen-Größe etwas geeigneter. Lasst es Euch schmecken und genießt das lange Wochenende!


Rezension

Zum Backbuch: “Fräulein Klein lädt ein“* ist das Werk der Bloggerin Yvonne Bauer. Besonders schön finde ich, dass die zahlreichen Rezepte nach Jahreszeiten geordnet ist. Ihr wisst also, wo Ihr nach Rhabarber-Kuchen schauen müsst ;-) . Die leckeren Erdnussbutter-Trüffel hier sind übrigens im Herbst angesiedelt. Pffft, ich esse so etwas auch im Sommer! :-D Aber im Ernst, diese Sortierung ist wirklich praktisch und durchdacht. Nur ein alphabetisches Register fehlt. Mir persönlich kommt entgegen, dass viele Kuchenrezepte für kleine Springformen sind → gut für den Zweipersonenhaushalt. Außerdem klingen die meisten Rezepte “machbar” und nicht so abgehoben – wisst Ihr, was ich meine? :-P

Toll finde ich außerdem, dass es auch einige Eisrezepte gibt (und die Herstellung wird immer für mit und ohne Eismaschine erklärt); die findet man ja in “normalen” Backbüchern nie.  Blogger als Autoren machen es möglich! <3

Und: Das Buch ist nicht nur ein Backbuch. Die Autorin stellt viele DIY-Tipps vor, passend zur jahreszeitlichen Aufbereitung. Ihr findet also Deko-Anregungen für Silvester-Parties, Weihnachts-Festessen, Valentinstag, Osterbrunch, Kindergeburtstag… Die Ideen sind hübsch, aber als Nicht-Bastelfee sprechen sie mich trotzdem nicht so sehr an. Auch der Buchtitel an sich hätte mich nicht zum Zugreifen veranlasst, aber er soll eben das “Gastgeber-Thema” aufgreifen.

Das gesamte Buch ist sehr hochwertig und liebevoll gestaltet – mit festem, schönen Papier und tollen Fotos, die Lust auf mehr machen. Gleich bei der ersten Durchsicht habe ich eine Menge Post-Its für “Muss ich ausprobieren”-Rezepte verklebt. Als nächstes ist der NY Cheesecake fällig! Und der Schoko-Baileys Kuchen will auch ausprobiert werden. Ebenso die Muffins mit Süßkartoffeln oder der Vanille-Mandel-Kuchen. Ihr merkt also: Ich könnte mich tatsächlich das ganze Jahr über mit diesem Buch beschäftigen! :-D

* Das Buch wurde mir vom Callwey-Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

“Fräulein Klein lädt ein”, 192 Seiten, 24,95 €, Hardcover

** Ich habe das Rezept halbiert und daraus 18 Trüffel in Mini-Muffin-Form gemacht.

Cheeeeese! Fabelhafte “Cookies (Oreo!)-and-Cream-Cheesecakes” nach Martha Stewart

27 Sep Köstliche Cookies and Cream Cheesecakes mit Oreo-Keksboden

Heute lest Ihr eine teil-amerikanische Überschrift, weil’s ein amerikanisches Rezept ist. Als ich in diesem Frühjahr ein paar wunderbare Tage in New York verbracht habe, ist neben anderem Kleinkram (*hüstel*) auch ein Buch von Amerikas Über-Hausfrau Martha Stewart in meinem Köfferchen gelandet: schlicht und einfach “Martha Stewart’s Cupcakes”. Der eigentliche Skandal ist, dass ich erst jetzt dazu gekommen bin, ein Rezept daraus nachzubacken. Fehler! Diese fantastischen Cheesecake-Muffins hätte ich schon viel, viel früher machen müssen. Sie sind “damn good” :-D und superschnell zubereitet. Ich habe das Rezept geviertelt (weil ich keine Verwendung für 30-40 Cheesecakes hatte – bei mir sind es dann neun Stück geworden) und die amerikanischen Maßeinheiten für Euch umgerechnet. Daher sind die Mengenangaben etwas “krumm”.

Zutaten für 9 Oreo-Cheesecakes

12 Oreo-Kekse (9 Stück ganz als Cheesecake-Böden, 3 Stück grob zerhackt) // 225 g Doppelrahm-Frischkäse // 50 g Zucker // gemahlene Vanille nach Geschmack [im Original: ¼ TL Vanilleextrakt] // 1 großes Ei // 58 g “sour cream” [ich habe Schmand genommen; vielleicht klappt es auch mit saurer Sahne?] // 1 Prise Salz

Zubereitung

Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und je einen ganzen Oreo-Keks als Boden in jede Vertiefung legen. Die restlichen drei Kekse grob zerhacken und dann in Ruhe lassen (nicht naschen!), die brauchen wir gleich erst. Da die Zubereitung der kleinen Cheesecakes wirklich ganz schnell geht, könnt Ihr jetzt schon den Ofen auf 135° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Doppelrahm-Frischkäse mit einem Mixer (Rührstäbe) auf mittlerer Stufe cremig aufschlagen. Den Zucker einrieseln lassen und so lange mixen, bis Zucker und Frischkäse eine homogene Masse geworden sind. Die gemahlene Vanille unterrühren.

Das Ei hinzufügen und ebenfalls gut untermixen, dann den Schmand und die Prise Salz. Ganz zuletzt die grob gehackten Oreos hinzufügen. Die solltet Ihr nur noch mit einem Löffel/Teigschaber und nicht mehr mit dem Mixer unterheben. Fertig!

Die Cheese-Masse füllt Ihr auf Eure “Oreo-Böden” in die vorbereiteten Vertiefungen des Muffinblechs. Macht die Förmchen ruhig richtig voll, denn die Cheesecakes gehen nicht auf. Die Backzeit beträgt 22 Minuten. Martha empfiehlt, das Blech nach der Hälfte der Zeit einmal zu drehen, damit alle Seiten gleichmäßig Hitze abbekommen – hab’ ich gemacht ;-) .

Nach der Backzeit sollte die Füllung fest geworden sein. Lasst die kleinen Cheesecakes auf einem Kuchengitter auskühlen, setzt sie dann in verschließbare Dosen und lagert sie für mindestens vier Stunden, aber noch besser über Nacht, im Kühlschrank. Auf gut Amerikanisch: allow your cheesecake to chill! :-D Danach steht dem vollen Cheesecake-Genuss nichts mehr im Wege. Nur die Papierförmchen müsst Ihr kurz vor dem Servieren entfernen.

Meine bescheidene Meinung: Wie kann etwas so Simples so fabelhaft lecker sein? Vanillig, schokoladig, unheimlich cremig, leicht knusprig… in einem Wort: perfekt. Danke, Martha, für diesen wahrgewordenen Cheesecake-Traum! :-D

Kennt Ihr schon Lixies tollen Blog? Sie sucht noch bis zum 05.10. alle erdenklichen Cheesecake-Varianten. Liebe Lixie, ich bin mit meinen amerikanischen Martha-Stewart-Muffins dabei und sage Cheeeeeeeese :-D !

Lixies Blog-Event

Torta Caprese – eine italienische Versuchung [schokoladiger Gastbeitrag von Becky]

25 Sep Torta Caprese

Heute gibt’s keinen Beitrag von mir – stattdessen freue ich mich über einen lieben Gast im Schokohimmel, der den Job diesmal übernimmt! :-) Ich lese Beckys Blogs richtig gern – sie lässt sich immer superkreative Leckereien einfallen, die meist mit fernen Ländern zu tun haben. Nicht zuletzt ihr spannendes Blog-Event zur Fußball-WM, bei dem ich ein Weißbier-Eis eingereicht, ein Koch- und Backbuch gewonnen und daraus einen leckeren Carrot Cake gezaubert habe! ;-) Und für ihren Besuch bei mir hat Becky extra etwas Schokoladiges mitgebracht – wie hätte ich da widerstehen können? Liebe Becky, Bühne frei für deine italienische Schokokuchen-Variante!


Hallo Ihr Lieben,
ich bin Becky und blogge normalerweise auf Cooking Worldtour, wo ich eine kulinarische Reise durch alle Weltküchen unternehme. Bis jetzt habe ich mit meinen Lesern dabei 43 Länder besucht, einige davon mehrfach. Wenn Ihr Lust habt, klickt gern mal rüber.
Ju’s Schokohimmel kenne ich schon länger und sofort habe ich mich hier sehr wohlgefühlt! Nicht nur die Liebe zu Schokolade, sondern auch die für saftige orientalische Grießsüßigkeiten teilen wir. Heute darf ich euch hier ein Rezept präsentieren und ich fühle mich sehr geehrt und freue mich.

Los geht’s, denn Ihr wollt sicher wissen, was ich euch mitgebracht habe! Jeder kennt wohl den berühmten Insalata Caprese, aber die Torta Caprese? Ich persönlich wusste bis zu einer Arte-Sendung nicht, dass Capri auch bekannt für seine Schokoladenkuchen ist. Der Kuchen ist schokoladig, saftig und einfach perfekt für alle Schokoliebhaber. Ihr mögt Brownies, viel Schokolade und unkomplizierte Backwerke? Dann ist die Torta Caprese genau das Richtige für Euch!

Solltet Ihr lieber einen großen Kuchen und nicht mehrere kleine backen wollen: Der Teig reicht für eine 18 cm große Springform. Im Backofen muss dieser dann ca. 40 Minuten backen, alle anderen Zubereitungsschritte bleiben gleich.

Zutaten für 6 große Torta-Caprese-“Muffins”

3 Eier // 1 Prise Salz // 150 g Zartbitterschokolade (bei mir: 70 %) // 120 g weiche Butter // 150 g Zucker // 120 g Mandeln, gemahlen // 10 g Speisestärke (Ihr könnt auch Puddingpulver benutzen) // 25 ml abgekühlter Espresso // zum Bestäuben: Puderzucker // außerdem: 1 Muffinblech mit 6 großen Mulden oder stattdessen Souffléförmchen, gut ausgefettet

Zubereitung

• Die Eier trennen. Das Eiweiß mit dem Salz in eine komplett fettfreie Schüssel geben und mit dem Handmixer zu Eischnee steif schlagen.
• Die Schokolade grob hacken und mit der Butter im Wasserbad schmelzen lassen. Zur Seite stellen und leicht abkühlen lassen – die Masse sollte aber flüssig bleiben.
• Das Eigelb mit dem Zucker mehrere Minuten aufschlagen, bis die Masse leicht schaumig wird.
• Die Mandeln, die Speisestärke und die Schokoladen-Butter-Masse zu der Eigelb-Zucker-Mischung geben und alles gut verrühren. Dann den Eischnee und den Espresso vorsichtig unterheben, bis man gerade so eine homogene Masse erhalten hat.
• Den Teig in die vorbereiteten Formen geben, glatt streichen und in den vorgeheizten Backofen (180° Ober- und Unterhitze) stellen. Circa 30 Minuten backen, bis ein hineingesteckter Holzstab gerade so sauber herauskommt, ein paar Bröckchen sind bei diesem Kuchen vollkommen in Ordnung!
• Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen, vorsichtig aus den Formen lösen und mit Puderzucker bestäuben. Dazu passt wunderbar eine Kugel Eis oder ein paar Früchte.
Und noch ein kleiner Tipp: Die Küchlein schmecken am zweiten Tag noch etwas besser! Buon Appetito!

Vielen Dank, Ju, dass ich bei dir zu Besuch sein durfte!

Das war es von mir, ich hoffe, euch gefällt der Schokokuchen genauso gut wie mir und wer mag, ist sehr auf meinen beiden Blogs willkommen. Bei der Cooking Worldtour gibt es viele andere Rezepte aus der ganzen Welt und bei Becky’s Diner läuft gerade ein Blog-Event, bei dem ich mich über jeden Teilnehmer freue! Wer den Überblick über beide Blogs gleichzeitig behalten möchte, kann mich auch gern bei Facebook besuchen.


Liebe Becky, vielen Dank, dass du hier vorbeigeschaut hast und so etwas Leckeres mitgebracht hast! Falls Ihr doch mehr auf spanische Süßspeisen steht, solltet Ihr unbedingt mal den mallorquinischen Mandelkuchen probieren. Und wie Becky ganz richtig festgestellt hat: Wir  beide sind auch leckerem Grießkuchen nie abgeneigt :-) .

Lasst es Euch schmecken! Und freut Euch schon mal auf einen cheesigen Schokohimmel-Beitrag am kommenden Wochenende!

Zartschmelzende Kleinigkeit: Cappuccino-Nougat-Töpfchen [Buchrezension]

20 Sep Noch flüssige Nougat-Pralinen

Ein netter Nebeneffekt der “Ich probier’ das jetzt einfach mal selber aus”-Haltung ist, dass man gar nicht mehr so viele Süßigkeiten kaufen muss – sondern nur die Rohstoffe zum Selberherstellen ;-) . Pralinen zum Beispiel. Keine Angst, ich rede hier nicht von aufwändigen Hohlkörper-Pralinen mit komplizierten Füllungen. Aber andere nette Kleinigkeiten lassen sich im Handumdrehen selber produzieren. Hier habe ich ein Blitzrezept mit nur ganz wenigen Zutaten für Euch. Die Nougat-Pralinen mit Kaffeenote habe ich im neuen GU-Buch “Süßigkeiten selbst gemacht” von Kerstin Spehr und Petra Casparek entdeckt.* Mehr zum Buch später, hier kommt erst mal das Wachmacher-Verwöhn-Rezept.

Zutaten für ca. 40 Pralinen

200 g + 200 g Nougatmasse // 2 TL sehr fein gemahlenes Kaffeepulver // Deko: nach Wahl, ich habe Schoko-Kaffeebohnen genommen [das Originalrezept schlägt 50 g zerkrümelten Baiser vor, was für einen schönen Schwarz-Weiß-Kontrast der Pralinen sorgen würde] // + 40 Pralinenkapseln aus Alu (nicht aus Papier!)

Zubereitung

200 g Nougat vorsichtig in einem Topf im Wasserbad schmelzen. Die anderen 200 g Nougat in kleine Würfel schneiden. Sobald der “Wasserbad-Nougat” flüssig ist, nehmt Ihr ihn vom Herd weg und rührt die kleinen Nougatwürfel gut unter, bis alles eine schöne, glatte Masse ist. Das geht ganz schnell.

Nun kommt nur noch das feingemahlene Kaffeepulver hinzu. Die Kaffeekrümel gut unterrühren und die Masse in Alu-Kapseln füllen. Mein Tipp: Stellt die Kapseln auf ein Holzbrett, das Ihr dann ein paar Mal ordentlich auf die Arbeitsplatte knallt. So verteilt sich die Masse besser, außerdem verschwinden kleine Luftbläschen (dazu könnt Ihr auch noch mal mit einem Zahnstocher in den Alu-Kapseln herumrühren).

Dekorieren könnt Ihr je nach Gusto, ich habe schokoladige Kaffeebohnen auf den Nougat plumpsen lassen ;-) . Nun müssen die Pralinen nur noch fest werden. Setzt sie am besten in hübsche Blechdosen und bewahrt sie im Kühlschrank auf.

Und? Die Nougat-Kaffee-Töpfchen sind oberlecker und super-zartschmelzend-nougatig. Dazu diese feinherbe Kaffeenote – perfekt für einen Energiekick zwischendurch. Schließlich werden die Tage langsam kürzer, und Kaffee und Nougat sind super Stimmungaufheller :-) . Lasst es Euch schmecken!

PS: Kennt Ihr schon das schokohimmlische Nougat-Konfekt? Nein? Das müsst Ihr ändern, Ihr werdet es lieben! :-)


Rezension

So, jetzt stelle ich Euch das Buch gern noch etwas genauer vor. Wie der Titel schon vermuten lässt, gibt’s hier natürlich nicht nur Schokoladiges, sondern Süßigkeiten aller Art. Denn nicht nur Pralinen oder Schokotafel-Variationen, auch Marshmallows, Bonbons, Krokant, Fudge [...] könnt Ihr in der eigenen Küche herstellen.

Los geht’s mit Basics wie der richtigen Ausstattung für die Zuckerküche, der Erklärung spezieller Zutaten, einer ausführlichen Anleitung zum Zuckerkochen und einem Leitfaden zum Arbeiten und Temperieren von Kuvertüre und Schokolade. Am Ende findet Ihr auch noch ein Glossar. Die Süß-Kapitel im Einzelnen: Fudge, Karamellen und Bonbons / Marzipan, Krokant und Früchte / Marshmallows und Turron / Schokolade, Nougat und Pralinen. Ihr seht schon: Hier kommt jedes Schleckermaul auf seine Kosten, egal ob Schokoholic oder Liebhaber von Fruchtigem.

Das Buch ist hochwertig gestaltet und hat ein stabiles Hardcover. Die Fotos der Leckereien finde ich unheimlich ansprechend und appetitanregend. Lediglich dem Untertitel “Einfache Rezepte für Bonbons, Schokolade und Co.” stimme ich nicht ganz zu, denn für jeden bedeutet “einfach” ja etwas anderes. Wenn ich für ein Rezept ein Zuckerthermoter brauche und gradgenau auf die Temperatur achten muss, ist das für mich nicht “einfach” ;-) . Manche Rezepte klingen so, als seien durchaus Geduld und eine gewisse Frustrationstoleranz nötig, falls es mal nicht direkt klappt. Außerdem sind manchmal Zutaten oder Backzubehör aus dem Spezialversand / Patisserie-Fachgeschäft notwendig. Hobbybäcker mit Rührkuchen-Schwerpunkt sind mit solchem Spezialzubehör vielleicht nicht unbedingt ausgestattet.

Also, werft mal einen Blick in das Buch, ob es für Eure Zwecke geeignet ist. Falls ja, habt Ihr für die kommende Weihnachtszeit eine tolle Fundgrube mit “Geschenken aus der Küche”-Rezepten, denn selbstgemachte Süßigkeiten kommen einfach immer gut an :-) .

“Süßigkeiten selbst gemacht” von Kerstin Spehr, Petra Casparek (128 Seiten, Hardcover, 9,99 €, GU-Verlag)

*Der GU-Verlag hat mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Altbier-Schoko-Torte oder: (zugezogenes) Düsseldorfer Mädsche beim WDR

13 Sep Saftige Altbier-Schoko-Torte

Ursprünglich komme ich aus Wuppertal. Aber Studium usw. haben mich nach Düsseldorf geführt, und seit ein paar Jahren lebe ich auch hier in dieser wunderschönen Stadt am Rhein. Die ist nicht nur für die Kö [... füge hier ein, was dir spontan zu Düsseldorf einfällt] bekannt, sondern auch für Altbier. Altbier?? Pur ist das bestimmt nicht meine 1. Getränkewahl… Wenn schon Bier, dann lieber ein Weizen. Aber backen lässt es sich mit Altbier ganz vorzüglich. Vor kurzem rief mich dann eine nette WDR-Redakteurin an und fragte, ob ich mir einen Back-Auftritt in der nachmittäglichen Live-Sendung “daheim + unterwegs” vorstellen könne. Ahhh! Aufregung! Konnte ich? Ja, irgendwie schon. Aber ich wollte etwas machen, das Düsseldorf und den Schokohimmel miteinander verbindet. Und erinnerte mich an ein Altbier-Schoko-Torten-Rezept aus einem meiner zahlreichen Schoko-Backbücher. Da hatten meine Überlegungen, was ich im Fernsehen zusammenrühren könnte, ganz schnell ein zufriedenstellendes Ende gefunden :-) . Hier habe ich für Euch das Rezept sowie ein paar Bilder vom Kuchen und einem spannenden Nachmittag im WDR-Studio im Düsseldorfer Medienhafen!

Zutaten für eine 26 cm-Springform

für den Kuchen:

375 ml Altbier (ich: Kürzer) // 225 g Butter // 450 g Zucker // 2 Päckchen Vanillezucker // 75 g Kakaopulver, gesiebt // 3 Eier // 150 g saure Sahne // 300 g Mehl // 3 gestrichene TL Natron

für das Topping:

300 g Doppelrahm-Frischkäse // 125 g Puderzucker // 125 g Schlagsahne // + ggf. Schoko-Dekor nach Wahl, z.B. Knusperkugeln

Zubereitung

Das Altbier in einem Topf auf dem Herd erwärmen und die Butter darin schmelzen. Dann den Topf vom Herd nehmen. Es “duftet” nach Bier… :-) Den Zucker mit Vanillezucker und gesiebtem Kakao in einer Schüssel mischen und das dann mit einem Schneebesen gründlich unter den Bier-Butter-Mix in den Topf rühren. Abkühlen lassen.

Eine Springform am Boden mit Backpapier belegen und den Backofen auf 160° Umluft (sonst: ca. 180°) vorheizen. Da der Teig sehr flüssig ist, solltet Ihr im Zweifelsfall Eure Springform noch zusätzlich mit Alufolie abdichten.

Für den Teig nehmt Ihr jetzt eine große Rührschüssel und vermixt darin kurz die Eier und die saure Sahne. Die Bier-Butter-Zucker-Kakao-Mischung aus dem Topf hinzufügen und unterrühren.

In einer separaten Schüssel Mehl mit Natron mischen und die Mehlmischung in zwei Portionen mit dem Mixer auf mittlerer Stufe in Eure große Rührschüssel unterrühren. Fertig!

Nun füllt Ihr den (sehr flüssigen) Teig in Eure Form und schiebt den Kuchen in den muckelig warmen Ofen. Dort bleibt er für ca. 45 Minuten. Während des Backens geht der Kuchen ziemlich hoch. Die Oberfläche reißt etwas auf (bei mir jedenfalls). Lasst Euch davon nicht aus dem Konzept bringen, es kommt ja eh noch Topping  drauf! :-)

Also, Ihr nehmt die Bier-Kakao-Bombe aus dem Ofen und lasst sie noch einige Minuten in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen, dann könnt Ihr sie daraus befreien und vollständig auskühlen lassen.

Für die weiße “Schaumhaube” (wir sind schließlich immer noch beim Thema Bier) schlagt Ihr mit dem Mixer den Frischkäse mit Puderzucker und Sahne erst kurz auf der niedrigster, dann auf höchster Stufe zu einer streichfähigen Creme. Ihr merkt während des Schlagens, dass die Masse einfach irgendwann fester wird. Die Creme dann auf dem ausgekühlten Kuchen auftragen. Ich habe das einfach mit einem Löffel gemacht. Topping-Talente können aber auch versuchen, das Frosting wellenförmig oder sonst wie aufzutragen.

Nun könnt Ihr noch ein bisschen Schoko-Dekor auf den Kuchen plumpsen lassen. Ich habe mich für Schoko-Knusperkugeln entschieden. Macht das aber erst kurz vor dem Servieren, weil die Schokolade durch die Creme sonst vielleicht durchweichen würde – und das kann ja niemand wollen ;-) . Bis zum Servieren solltet Ihr die Torte wegen der Creme im Kühlschrank aufbewahren.

Und dann: Lasst es Euch schmecken! Die Schoko-Altbier-Torte ist richtig schön feucht-saftig. Das Bier kommt als “interessante” Note durch. Aber ob jemand es schmecken würde, der nicht weiß, dass es drin ist…? Die Frischkäse-Haube mit den Schoko-Knusperkugeln ist grandios und bildet geschmacklich und farblich einen tollen Kontrast zum dunklen Kuchen. Ich finde: Dieser Altbier-Kuchen sollte zur Düsseldorfer Spezialität werden! :-)

Und zum Thema TV-Dreh: Ich kann diesen Kuchen jetzt im Schlaf backen: 1x habe ich ihn “in klein” zur Probe gebacken (Rezept halbiert und 20 cm-Springform – daher stammen die Fotos), und ins Studio habe ich ihn dann schon 2x fertig gebacken in Normalgröße mitgebracht. Dort habe ich den Teig dann weitere 2x angerührt (1x vor und 1x während der Sendung). Weckt mich also nachts um 3 Uhr, ich backe Euch sofort eine Schoko-Altbier-Torte! :-D Während der Sendung hatte ich aber mit dem Moderator und einem weiteren Gast fleißige Helfer an der Seite. Ist ja auch mal schön, wenn jemand anders die Eier aufschlägt ;-) .

Ansonsten war es spannend zu sehen, wie viele Leute beim Fernsehen herumwuseln, wie so eine Sendung vorbereitet und geprobt wird, was in der Maske passiert usw. Mein TV-Part bestand aus zwei Auftritten: Zuerst habe ich die Bier-Mischung hergestellt. Während diese abkühlte, wurden ein paar Filmbeiträge gezeigt und andere Themen besprochen. Ich stand während der ganzen Zeit in der Studio-Küche. Im zweiten Teil ging es dann um die Fertigstellung des Teiges (der war also roh/flüssig und kam in den Studio-Backofen) und das Aufbringen der Cremehaube (die kam auf den bereits vorgebackenen, fertigen Kuchen, den wir dann auch angeschnitten und probiert haben). So läuft das also bei denen vom Fernsehen… :-D

Nach der Sendung haben meine lieben Begleiter und ich im Medienhafen noch leckere Currywurst, Pommes und Krautsalat gegessen  – als salzig-deftiges Kontrastprogramm zur Altbier-Schoko-Torte und Abschluss eines spannenden TV-Tages :-) .

PS: Noch mehr “Düsseldorfer” Spezialitäten gesucht? Hier wohnt eine ziemlich große asiatische Gemeinde – probiert doch mal das köstliche, sahnige Matcha-Parfait.

PPS: Bier im Kuchen findet Ihr gut? Dann nichts wie ran an den Guinness-Kuchen!

Mein Herbstkuchen: saftig-mächtiger Carrot Cake mit Frischkäse-Frosting

10 Sep Möhren im Kuchen - lecker!

Auf vielen Food-Blogs gibt’s Carrot Cakes und Möhren-Muffins rund um die Oster-Zeit. Bei mir gibt’s Karotten jetzt im Herbst, weil ich ganz dringend mein neues Koch- und Backbuch “Anne’s Kitchen – Über 100 geniale englische Rezepte” von Anne Faber (englisch-luxemburgische Journalistin, Food-Bloggerin, TV-Produzentin, Restaurantkritikerin…) einweihen wollte. Dieses wirklich schöne Buch habe ich bei Becky und ihrem WM-Blog-Event gewonnen. Als “deutschen” Beitrag hatte ich ein Weißbier-Eis eingereicht – und hey, es hat ja geklappt, denn wer ist noch gleich Weltmeister geworden?? ;-)

Tja, und dann lag dieses tolle Buch im Schokohimmel-Briefkasten. Ich habe mich a) tierisch gefreut und mich b) gleich in mehrere Rezepte verliebt. Es sind auch ganz viele tolle herzhafte Gerichte drin – aber Ehrensache, dass ich zunächst etwas Süßes ausprobiere :-) . Und dieser saftige Carrot Cake ist absolut genial! Ich habe ihn ganz leicht abgewandelt, aber lest selbst.

Zutaten für einen Kuchen von 20 x 20 cm oder 14 Cupcakes*

für den Kuchen:

275 g Karotten [im Original: 200 g Karotten + 75 g Ananas aus der Dose - aber ich grusele mich Dosenananas und habe dementsprechend einfach mehr Möhren genommen und die Ananas ganz weggelassen] // 50 g Walnüsse // 2 Eier // 200 g brauner Zucker // 150 ml Sonnenblumenöl // 200 g Mehl // 40 g Kokosraspeln // 1 EL gemahlener Zimt // 1 TL Backpulver // 1 Prise Salz

für das Frosting:

150 g Doppelrahm-Frischkäse // gemahlene Vanille nach Geschmack // ca. 115 g Puderzucker

Zubereitung

Kuchen:

Die Karotten schälen und raspeln. Ja, das gibt Muckis in den Armen! :-D Die Walnüsse (und Ananas, falls Ihr welche verwendet) in sehr kleine Stücke schneiden. Ich habe die Walnüsse im Mörser zerstoßen.

Die Eier mit dem Mixer oder in der Küchenmaschine schön aufschlagen. Den Zucker dazugeben und die Mischung fleißig schaumig schlagen. Das Sonnenblumenöl gleichmäßig dazuschütten und dabei immer gut weitermixen. Außerdem solltet Ihr jetzt den Backofen auf 150° Umluft vorheizen und eine Kuchenform mit Backpapier auslegen.

In einer separaten Schüssel vermengt Ihr die “trockenen” Zutaten, also Mehl, Kokosraspeln, Zimt, Backpulver und eine Prise Salz. Diese Mehlmischung kommt nun zur Eier-Zucker-Öl-Masse. Zuletzt mischt Ihr die geraspelten Karotten und die Nüsse gut unter. Fertig! Füllt den Teig in Eure Kuchenform und backt den Kuchen im heißen Ofen ca. 50-60 Minuten*.

Frosting:

Das Frischkäse-Frosting ist mein eigenes Mischungsverhältnis und stammt nicht aus dem Buch. Ich finde, dass es gut gepasst hat, aber es war relativ weich/flüssig und ist bestimmt nicht für aufwändige Spritzbeutel-Verzierungen geeignet, die etwas “standfester” sein müssen. In diesem Fall müsstet Ihr ein Frosting mit Butter zubereiten.

Also: Frischkäse und gemahlene Vanille mit dem Mixer glattrühren. Den Puderzucker in ca. 3 Portionen unterrühren. Den ausgekühlten Kuchen damit bestreichen. Der Kuchen muss dann wegen des Frostings im Kühlschrank aufbewahrt werden, bis Ihr ihn Euch einverleibt ;-) .

So, und nun zum Geschmack: Der Kuchen ist durch die Möhren im Teig sehr dunkel und ein bisschen unfotogen… :-D Aber lasst Euch davon nicht täuschen, er schmeckt wahnsinnig gut! Sooooo unfassbar saftig und gehaltvoll, nussig und zimtig, einfach “mächtig” saulecker. Und das Frischkäse-Frosting gibt einen schönen erfrischenden Extra-Kick. Mit all diesen guten Zutaten ist es ein wunderbarer Herbstkuchen, schon allein wegen der tollen orangenen Farbe.

Wenn all die anderen Rezepte aus dem Buch auch so köstlich sein sollten, dann werde ich noch ausgewiesener Fan der englischen/luxemburgischen Küche. So lange Deutschland weiterhin Welt- oder Europameister wird… ;-) Und übrigens: Hier geht’s direkt zu Anne’s Kitchen, guckt Euch ihren wunderbaren Blog unbedingt an!

Übrigens: Wer Carrot Cake liebt, wird auch Zucchini-Nuss-Kuchen toll finden. Und Kürbiskuchen sowieso!

* Ich habe die Kuchenform gewählt. Solltet Ihr Muffins/Cupcakes backen, müssen diese ca. 40 Minuten lang in den Ofen.

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