Zartschmelzende Kleinigkeit: Cappuccino-Nougat-Töpfchen [Buchrezension]

20 Sep Noch flüssige Nougat-Pralinen

Ein netter Nebeneffekt der “Ich probier’ das jetzt einfach mal selber aus”-Haltung ist, dass man gar nicht mehr so viele Süßigkeiten kaufen muss – sondern nur die Rohstoffe zum Selberherstellen ;-) . Pralinen zum Beispiel. Keine Angst, ich rede hier nicht von aufwändigen Hohlkörper-Pralinen mit komplizierten Füllungen. Aber andere nette Kleinigkeiten lassen sich im Handumdrehen selber produzieren. Hier habe ich ein Blitzrezept mit nur ganz wenigen Zutaten für Euch. Die Nougat-Pralinen mit Kaffeenote habe ich im neuen GU-Buch “Süßigkeiten selbst gemacht” von Kerstin Spehr und Petra Casparek entdeckt.* Mehr zum Buch später, hier kommt erst mal das Wachmacher-Verwöhn-Rezept.

Zutaten für ca. 40 Pralinen

200 g + 200 g Nougatmasse // 2 TL sehr fein gemahlenes Kaffeepulver // Deko: nach Wahl, ich habe Schoko-Kaffeebohnen genommen [das Originalrezept schlägt 50 g zerkrümelten Baiser vor, was für einen schönen Schwarz-Weiß-Kontrast der Pralinen sorgen würde] // + 40 Pralinenkapseln aus Alu (nicht aus Papier!)

Zubereitung

200 g Nougat vorsichtig in einem Topf im Wasserbad schmelzen. Die anderen 200 g Nougat in kleine Würfel schneiden. Sobald der “Wasserbad-Nougat” flüssig ist, nehmt Ihr ihn vom Herd weg und rührt die kleinen Nougatwürfel gut unter, bis alles eine schöne, glatte Masse ist. Das geht ganz schnell.

Nun kommt nur noch das feingemahlene Kaffeepulver hinzu. Die Kaffeekrümel gut unterrühren und die Masse in Alu-Kapseln füllen. Mein Tipp: Stellt die Kapseln auf ein Holzbrett, das Ihr dann ein paar Mal ordentlich auf die Arbeitsplatte knallt. So verteilt sich die Masse besser, außerdem verschwinden kleine Luftbläschen (dazu könnt Ihr auch noch mal mit einem Zahnstocher in den Alu-Kapseln herumrühren).

Dekorieren könnt Ihr je nach Gusto, ich habe schokoladige Kaffeebohnen auf den Nougat plumpsen lassen ;-) . Nun müssen die Pralinen nur noch fest werden. Setzt sie am besten in hübsche Blechdosen und bewahrt sie im Kühlschrank auf.

Und? Die Nougat-Kaffee-Töpfchen sind oberlecker und super-zartschmelzend-nougatig. Dazu diese feinherbe Kaffeenote – perfekt für einen Energiekick zwischendurch. Schließlich werden die Tage langsam kürzer, und Kaffee und Nougat sind super Stimmungaufheller :-) . Lasst es Euch schmecken!

PS: Kennt Ihr schon das schokohimmlische Nougat-Konfekt? Nein? Das müsst Ihr ändern, Ihr werdet es lieben! :-)


Rezension

So, jetzt stelle ich Euch das Buch gern noch etwas genauer vor. Wie der Titel schon vermuten lässt, gibt’s hier natürlich nicht nur Schokoladiges, sondern Süßigkeiten aller Art. Denn nicht nur Pralinen oder Schokotafel-Variationen, auch Marshmallows, Bonbons, Krokant, Fudge [...] könnt Ihr in der eigenen Küche herstellen.

Los geht’s mit Basics wie der richtigen Ausstattung für die Zuckerküche, der Erklärung spezieller Zutaten, einer ausführlichen Anleitung zum Zuckerkochen und einem Leitfaden zum Arbeiten und Temperieren von Kuvertüre und Schokolade. Am Ende findet Ihr auch noch ein Glossar. Die Süß-Kapitel im Einzelnen: Fudge, Karamellen und Bonbons / Marzipan, Krokant und Früchte / Marshmallows und Turron / Schokolade, Nougat und Pralinen. Ihr seht schon: Hier kommt jedes Schleckermaul auf seine Kosten, egal ob Schokoholic oder Liebhaber von Fruchtigem.

Das Buch ist hochwertig gestaltet und hat ein stabiles Hardcover. Die Fotos der Leckereien finde ich unheimlich ansprechend und appetitanregend. Lediglich dem Untertitel “Einfache Rezepte für Bonbons, Schokolade und Co.” stimme ich nicht ganz zu, denn für jeden bedeutet “einfach” ja etwas anderes. Wenn ich für ein Rezept ein Zuckerthermoter brauche und gradgenau auf die Temperatur achten muss, ist das für mich nicht “einfach” ;-) . Manche Rezepte klingen so, als seien durchaus Geduld und eine gewisse Frustrationstoleranz nötig, falls es mal nicht direkt klappt. Außerdem sind manchmal Zutaten oder Backzubehör aus dem Spezialversand / Patisserie-Fachgeschäft notwendig. Hobbybäcker mit Rührkuchen-Schwerpunkt sind mit solchem Spezialzubehör vielleicht nicht unbedingt ausgestattet.

Also, werft mal einen Blick in das Buch, ob es für Eure Zwecke geeignet ist. Falls ja, habt Ihr für die kommende Weihnachtszeit eine tolle Fundgrube mit “Geschenken aus der Küche”-Rezepten, denn selbstgemachte Süßigkeiten kommen einfach immer gut an :-) .

“Süßigkeiten selbst gemacht” von Kerstin Spehr, Petra Casparek (128 Seiten, Hardcover, 9,99 €, GU-Verlag)

*Der GU-Verlag hat mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Altbier-Schoko-Torte oder: (zugezogenes) Düsseldorfer Mädsche beim WDR

13 Sep Saftige Altbier-Schoko-Torte

Ursprünglich komme ich aus Wuppertal. Aber Studium usw. haben mich nach Düsseldorf geführt, und seit ein paar Jahren lebe ich auch hier in dieser wunderschönen Stadt am Rhein. Die ist nicht nur für die Kö [... füge hier ein, was dir spontan zu Düsseldorf einfällt] bekannt, sondern auch für Altbier. Altbier?? Pur ist das bestimmt nicht meine 1. Getränkewahl… Wenn schon Bier, dann lieber ein Weizen. Aber backen lässt es sich mit Altbier ganz vorzüglich. Vor kurzem rief mich dann eine nette WDR-Redakteurin an und fragte, ob ich mir einen Back-Auftritt in der nachmittäglichen Live-Sendung “daheim + unterwegs” vorstellen könne. Ahhh! Aufregung! Konnte ich? Ja, irgendwie schon. Aber ich wollte etwas machen, das Düsseldorf und den Schokohimmel miteinander verbindet. Und erinnerte mich an ein Altbier-Schoko-Torten-Rezept aus einem meiner zahlreichen Schoko-Backbücher. Da hatten meine Überlegungen, was ich im Fernsehen zusammenrühren könnte, ganz schnell ein zufriedenstellendes Ende gefunden :-) . Hier habe ich für Euch das Rezept sowie ein paar Bilder vom Kuchen und einem spannenden Nachmittag im WDR-Studio im Düsseldorfer Medienhafen!

Zutaten für eine 26 cm-Springform

für den Kuchen:

375 ml Altbier (ich: Kürzer) // 225 g Butter // 450 g Zucker // 2 Päckchen Vanillezucker // 75 g Kakaopulver, gesiebt // 3 Eier // 150 g saure Sahne // 300 g Mehl // 3 gestrichene TL Natron

für das Topping:

300 g Doppelrahm-Frischkäse // 125 g Puderzucker // 125 g Schlagsahne // + ggf. Schoko-Dekor nach Wahl, z.B. Knusperkugeln

Zubereitung

Das Altbier in einem Topf auf dem Herd erwärmen und die Butter darin schmelzen. Dann den Topf vom Herd nehmen. Es “duftet” nach Bier… :-) Den Zucker mit Vanillezucker und gesiebtem Kakao in einer Schüssel mischen und das dann mit einem Schneebesen gründlich unter den Bier-Butter-Mix in den Topf rühren. Abkühlen lassen.

Eine Springform am Boden mit Backpapier belegen und den Backofen auf 160° Umluft (sonst: ca. 180°) vorheizen. Da der Teig sehr flüssig ist, solltet Ihr im Zweifelsfall Eure Springform noch zusätzlich mit Alufolie abdichten.

Für den Teig nehmt Ihr jetzt eine große Rührschüssel und vermixt darin kurz die Eier und die saure Sahne. Die Bier-Butter-Zucker-Kakao-Mischung aus dem Topf hinzufügen und unterrühren.

In einer separaten Schüssel Mehl mit Natron mischen und die Mehlmischung in zwei Portionen mit dem Mixer auf mittlerer Stufe in Eure große Rührschüssel unterrühren. Fertig!

Nun füllt Ihr den (sehr flüssigen) Teig in Eure Form und schiebt den Kuchen in den muckelig warmen Ofen. Dort bleibt er für ca. 45 Minuten. Während des Backens geht der Kuchen ziemlich hoch. Die Oberfläche reißt etwas auf (bei mir jedenfalls). Lasst Euch davon nicht aus dem Konzept bringen, es kommt ja eh noch Topping  drauf! :-)

Also, Ihr nehmt die Bier-Kakao-Bombe aus dem Ofen und lasst sie noch einige Minuten in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen, dann könnt Ihr sie daraus befreien und vollständig auskühlen lassen.

Für die weiße “Schaumhaube” (wir sind schließlich immer noch beim Thema Bier) schlagt Ihr mit dem Mixer den Frischkäse mit Puderzucker und Sahne erst kurz auf der niedrigster, dann auf höchster Stufe zu einer streichfähigen Creme. Ihr merkt während des Schlagens, dass die Masse einfach irgendwann fester wird. Die Creme dann auf dem ausgekühlten Kuchen auftragen. Ich habe das einfach mit einem Löffel gemacht. Topping-Talente können aber auch versuchen, das Frosting wellenförmig oder sonst wie aufzutragen.

Nun könnt Ihr noch ein bisschen Schoko-Dekor auf den Kuchen plumpsen lassen. Ich habe mich für Schoko-Knusperkugeln entschieden. Macht das aber erst kurz vor dem Servieren, weil die Schokolade durch die Creme sonst vielleicht durchweichen würde – und das kann ja niemand wollen ;-) . Bis zum Servieren solltet Ihr die Torte wegen der Creme im Kühlschrank aufbewahren.

Und dann: Lasst es Euch schmecken! Die Schoko-Altbier-Torte ist richtig schön feucht-saftig. Das Bier kommt als “interessante” Note durch. Aber ob jemand es schmecken würde, der nicht weiß, dass es drin ist…? Die Frischkäse-Haube mit den Schoko-Knusperkugeln ist grandios und bildet geschmacklich und farblich einen tollen Kontrast zum dunklen Kuchen. Ich finde: Dieser Altbier-Kuchen sollte zur Düsseldorfer Spezialität werden! :-)

Und zum Thema TV-Dreh: Ich kann diesen Kuchen jetzt im Schlaf backen: 1x habe ich ihn “in klein” zur Probe gebacken (Rezept halbiert und 20 cm-Springform – daher stammen die Fotos), und ins Studio habe ich ihn dann schon 2x fertig gebacken in Normalgröße mitgebracht. Dort habe ich den Teig dann weitere 2x angerührt (1x vor und 1x während der Sendung). Weckt mich also nachts um 3 Uhr, ich backe Euch sofort eine Schoko-Altbier-Torte! :-D Während der Sendung hatte ich aber mit dem Moderator und einem weiteren Gast fleißige Helfer an der Seite. Ist ja auch mal schön, wenn jemand anders die Eier aufschlägt ;-) .

Ansonsten war es spannend zu sehen, wie viele Leute beim Fernsehen herumwuseln, wie so eine Sendung vorbereitet und geprobt wird, was in der Maske passiert usw. Mein TV-Part bestand aus zwei Auftritten: Zuerst habe ich die Bier-Mischung hergestellt. Während diese abkühlte, wurden ein paar Filmbeiträge gezeigt und andere Themen besprochen. Ich stand während der ganzen Zeit in der Studio-Küche. Im zweiten Teil ging es dann um die Fertigstellung des Teiges (der war also roh/flüssig und kam in den Studio-Backofen) und das Aufbringen der Cremehaube (die kam auf den bereits vorgebackenen, fertigen Kuchen, den wir dann auch angeschnitten und probiert haben). So läuft das also bei denen vom Fernsehen… :-D

Nach der Sendung haben meine lieben Begleiter und ich im Medienhafen noch leckere Currywurst, Pommes und Krautsalat gegessen  – als salzig-deftiges Kontrastprogramm zur Altbier-Schoko-Torte und Abschluss eines spannenden TV-Tages :-) .

PS: Noch mehr “Düsseldorfer” Spezialitäten gesucht? Hier wohnt eine ziemlich große asiatische Gemeinde – probiert doch mal das köstliche, sahnige Matcha-Parfait.

PPS: Bier im Kuchen findet Ihr gut? Dann nichts wie ran an den Guinness-Kuchen!

Mein Herbstkuchen: saftig-mächtiger Carrot Cake mit Frischkäse-Frosting

10 Sep Möhren im Kuchen - lecker!

Auf vielen Food-Blogs gibt’s Carrot Cakes und Möhren-Muffins rund um die Oster-Zeit. Bei mir gibt’s Karotten jetzt im Herbst, weil ich ganz dringend mein neues Koch- und Backbuch “Anne’s Kitchen – Über 100 geniale englische Rezepte” von Anne Faber (englisch-luxemburgische Journalistin, Food-Bloggerin, TV-Produzentin, Restaurantkritikerin…) einweihen wollte. Dieses wirklich schöne Buch habe ich bei Becky und ihrem WM-Blog-Event gewonnen. Als “deutschen” Beitrag hatte ich ein Weißbier-Eis eingereicht – und hey, es hat ja geklappt, denn wer ist noch gleich Weltmeister geworden?? ;-)

Tja, und dann lag dieses tolle Buch im Schokohimmel-Briefkasten. Ich habe mich a) tierisch gefreut und mich b) gleich in mehrere Rezepte verliebt. Es sind auch ganz viele tolle herzhafte Gerichte drin – aber Ehrensache, dass ich zunächst etwas Süßes ausprobiere :-) . Und dieser saftige Carrot Cake ist absolut genial! Ich habe ihn ganz leicht abgewandelt, aber lest selbst.

Zutaten für einen Kuchen von 20 x 20 cm oder 14 Cupcakes*

für den Kuchen:

275 g Karotten [im Original: 200 g Karotten + 75 g Ananas aus der Dose - aber ich grusele mich Dosenananas und habe dementsprechend einfach mehr Möhren genommen und die Ananas ganz weggelassen] // 50 g Walnüsse // 2 Eier // 200 g brauner Zucker // 150 ml Sonnenblumenöl // 200 g Mehl // 40 g Kokosraspeln // 1 EL gemahlener Zimt // 1 TL Backpulver // 1 Prise Salz

für das Frosting:

150 g Doppelrahm-Frischkäse // gemahlene Vanille nach Geschmack // ca. 115 g Puderzucker

Zubereitung

Kuchen:

Die Karotten schälen und raspeln. Ja, das gibt Muckis in den Armen! :-D Die Walnüsse (und Ananas, falls Ihr welche verwendet) in sehr kleine Stücke schneiden. Ich habe die Walnüsse im Mörser zerstoßen.

Die Eier mit dem Mixer oder in der Küchenmaschine schön aufschlagen. Den Zucker dazugeben und die Mischung fleißig schaumig schlagen. Das Sonnenblumenöl gleichmäßig dazuschütten und dabei immer gut weitermixen. Außerdem solltet Ihr jetzt den Backofen auf 150° Umluft vorheizen und eine Kuchenform mit Backpapier auslegen.

In einer separaten Schüssel vermengt Ihr die “trockenen” Zutaten, also Mehl, Kokosraspeln, Zimt, Backpulver und eine Prise Salz. Diese Mehlmischung kommt nun zur Eier-Zucker-Öl-Masse. Zuletzt mischt Ihr die geraspelten Karotten und die Nüsse gut unter. Fertig! Füllt den Teig in Eure Kuchenform und backt den Kuchen im heißen Ofen ca. 50-60 Minuten*.

Frosting:

Das Frischkäse-Frosting ist mein eigenes Mischungsverhältnis und stammt nicht aus dem Buch. Ich finde, dass es gut gepasst hat, aber es war relativ weich/flüssig und ist bestimmt nicht für aufwändige Spritzbeutel-Verzierungen geeignet, die etwas “standfester” sein müssen. In diesem Fall müsstet Ihr ein Frosting mit Butter zubereiten.

Also: Frischkäse und gemahlene Vanille mit dem Mixer glattrühren. Den Puderzucker in ca. 3 Portionen unterrühren. Den ausgekühlten Kuchen damit bestreichen. Der Kuchen muss dann wegen des Frostings im Kühlschrank aufbewahrt werden, bis Ihr ihn Euch einverleibt ;-) .

So, und nun zum Geschmack: Der Kuchen ist durch die Möhren im Teig sehr dunkel und ein bisschen unfotogen… :-D Aber lasst Euch davon nicht täuschen, er schmeckt wahnsinnig gut! Sooooo unfassbar saftig und gehaltvoll, nussig und zimtig, einfach “mächtig” saulecker. Und das Frischkäse-Frosting gibt einen schönen erfrischenden Extra-Kick. Mit all diesen guten Zutaten ist es ein wunderbarer Herbstkuchen, schon allein wegen der tollen orangenen Farbe.

Wenn all die anderen Rezepte aus dem Buch auch so köstlich sein sollten, dann werde ich noch ausgewiesener Fan der englischen/luxemburgischen Küche. So lange Deutschland weiterhin Welt- oder Europameister wird… ;-) Und übrigens: Hier geht’s direkt zu Anne’s Kitchen, guckt Euch ihren wunderbaren Blog unbedingt an!

Übrigens: Wer Carrot Cake liebt, wird auch Zucchini-Nuss-Kuchen toll finden. Und Kürbiskuchen sowieso!

* Ich habe die Kuchenform gewählt. Solltet Ihr Muffins/Cupcakes backen, müssen diese ca. 40 Minuten lang in den Ofen.

Nichts ist, wie es scheint: Schoko-Avocado-Trüffel

6 Sep Cremige Schoko-Avocado-Trüffel

Heute habe ich Schoko-Trüffel für Euch. Aber nicht irgendwelche, neeeein! Was von außen einfach nur schokoladig aussieht, ist im Innern schokoladig-avocadig. Und auf die inneren Werte kommt’s doch an, oder? ;-) Und außerdem: Dunkle Schokolade ist furchtbar gesund, Avocado ist furchtbar gesund. Schlussfolgerung: Das hier ist eine ganz furchtbar gesunde Nascherei mit vielen wertvollen Fetten und anderen guten Dingen :-D . Gefunden habe ich das einfache Rezept bei GourmetGuerilla.

Zutaten für ca. 16 Stück

100 g Schokolade mit mind. 70% Kakaoanteil (meine: 73 %) // 1 reife Avocado // gemahlene Vanille, Menge nach Geschmack // geriebene Tonkabohne, Menge nach Geschmack // ca. 20-30 g Schokoraspeln zum Wälzen (oder: ein bisschen Kakaopulver)

Zubereitung

Wir fangen mit meiner Lieblingsbeschäftigung an: Die Schokolade in kleine Stücke brechen und vorsichtig im heißen Wasserbad auf dem Herd schmelzen. Ich liebe diesen Vorgang 8-) .

Nun die Avocado aufschneiden und mit einem Löffel den Kern entfernen. Das weiche Fruchtfleisch herauskratzen und in einer kleinen Schüssel zu einem feinen Mus zerdrücken. Das habe ich mit einer Gabel gemacht. Meine Avocado hätte gern noch einen Tick weicher sein können. Nehmt also ruhig ein sehr reifes Exemplar, das sich leicht zu Mus verarbeiten lässt.

Jetzt gebt Ihr nach Geschmack je eine Prise gemahlene Vanille und Tonkabohne zu Eurem Avocado-Matsch und rührt die Gewürze gut unter. Auftritt Schokolade: Das flüssige dunkle Gold nun zum Avocadomus geben und so lange verrühren, bis alles richtig gut vermischt ist. Diese Masse muss nun mindestens 1 Stunde lang in den Kühlschrank, sonst ist sie zu weich, um daraus Trüffel zu formen.

Ist danach alles etwas abgekühlt, stecht Ihr mit einem Teelöffel etwas von der Mischung ab und rollt mit den Handflächen kleine Kugeln. So groß wie handelsübliche Pralinen halt ;-) . Die Bällchen wendet Ihr in geraspelter Schokolade (oder Kakaopulver), setzt sie in Pralinenkapseln ( = Mini-Muffin-Förmchen) und bewahrt sie bis zum Verzehr im Kühlschrank auf. Länger als 2-3 Tage sollten sie dort wegen der frischen Avocado wahrscheinlich nicht bleiben.

Und? Die Trüffel sind sehr weich und cremig-zartschmelzend, aber nicht sonderlich süß, sondern eher herb. Ihr müsst also wirklich dunkle Schokolade mögen. Oder das Ganze vielleicht mit Vollmilch ausprobieren ;-) . Oder beim Schmelzen der Schokolade etwas Zucker einrühren. Ich könnte mir außerdem gut vorstellen, beim nächsten Mal etwas Orangenabrieb hinzuzufügen.

Ihr sucht noch mehr Leckeres mit Tonkabohne? Probiert unbedingt das köstliche Schoko-Eis!

Und Avocado? Nun ja, ich hätte da einen extra-cremigen Kuchenvorschlag

Mit diesen Schoko-Avocado-Bällchen mache ich sehr gern bei Ninas Blog-Event “Nichts ist, wie es scheint – Überraschung auf der Zunge!” mit. Nina sucht noch bis zum 20.09. Essbares, das ganz anders aussieht, als es schmeckt. Oder das ganz anders schmeckt, als man es anhand der Zutatenliste erwarten würde. Liebe Nina, ich habe hier ein paar Schoko-Trüffel für dich! Denn wer würde in harmlosen Schoko-Trüffeln Avocado vermuten?

Nichts ist wie es scheint

Ich back’ mir… eine saftige Kokos-Tarte mit Keksboden

30 Aug Supersaftige Kokos-Tarte

Ist Kokos eigentlich eher eine Sommer- oder eine Winter-Zutat? Ich finde, dass Kokos (wie Schokolade) immer geht: An Weihnachten gibt’s halt Kokos-Makronen, und im Sommer so etwas Erfrischendes wie diese unkomplizierte kleine Kokos-Tarte mit Keksboden. Die krümelige Basis ist genau richtig für mich – denn sonst haben Tartes ja meistens Mürbeteig-Böden, mit denen ich einfach auf Kriegsfuß stehe ;-) . Das Rezept ist aus dem Buch “Kleine Kuchen”. Daher stammen auch die Erdnussbutter-Brownies und die Cheesecake-Brownies.

Zutaten für eine kleine Tarte- oder Springform (20 cm)

für den Keksboden:

100 g Vollkorn-Butterkekse // 60 g Butter // 1 EL Zucker

für die Kokosmasse:

1 Bio-Zitrone // 1 Ei // 75 g Zucker // 150 g Sahne // 125 g Kokosraspel

Zubereitung

Für den Keksboden die Butterkekse in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz fein zerbröseln. Die Butter in der Mikrowelle schmelzen und mit den Kekskrümeln und dem Zucker vermischen. Eine kleine Tarte- oder Springform (ich: Springform, da ich keine Tarteform habe) mit Backpapier auslegen, die Keksmasse hineingeben, gut andrücken und einen kleinen Rand bilden. Letzteres habe ich nicht soooo gut hingekriegt, wie Ihr auf den Fotos sehen könnt ;-) . Den Backofen auf 140°/Umluft vorheizen.

Für die Kokosmasse die Schale der unbehandelten Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Ich habe allerdings nur eine ½ Zitrone benutzt, weil ich Schiss hatte, dass es zu zitronig wird. Das Ei und den Zucker mit dem Mixer schaumig rühren, den Zitronensaft, den -abrieb und die Sahne dazugeben und gut unterrühren. Am Ende die Kokosraspel unterrühren.

Jetzt seid Ihr fast am Ziel: Ihr müsst nur noch die Kokosmasse auf den Keksboden gießen und die Tarte im Ofen (untere Schiene) ca. 35-40 Minuten backen. Sollten die Kokosraspel zu braun werden, könnt Ihr den Kuchen zwischendurch mit Backpapier oder Alufolie abdecken. Bei mir war das nicht nötig.

Wenn die Küchenuhr klingelt, nehmt Ihr den Kuchen aus dem Ofen nehmen und lasst ihn abkühlen. Ich habe das gute Stück bis zum Verzehr am nächsten Tag im Kühlschrank gelagert.

Da ich Kokos sehr gerne mag, finde ich diese “kokossige” kleine Tarte sehr lecker. Denn: Keksboden ist immer gut! Und die Kokos-Masse ist supersaftig, nicht zu süß und mit einem Hauch spritziger Zitrone noch dazu schön sommerlich. Einfach genau richtig!

Fehlt Euch hier die Schokolade? Dann probiert doch mal die Kokos-Milchreis-Trüffel! :-) Oder wie wäre es mit Schoko-Kokos-Kegeln?

Und noch mehr Kokos gibt’s in und auf diesen Bananen-Muffins

Mit diesem kleinen Kokos-Schock mache ich wieder gerne bei Claras “Ich back’s mir”-Aktion im August mit. In diesem Monat ist sie auf der Suche nach Tartes. Liebe Clara, hier habe ich eine gaaanz unkomplizierte Keksboden-Tarte für dich! :-)

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Samtiger Schoko-Käsekuchen (zu backen gibt’s hier nix)

23 Aug

Na, habt Ihr Euch schon von den Erdnussbutter-Brownies erholt? Dann wird es mal wieder Zeit für Schokolade! Wenn Ihr glaubt, dass es im Schokohimmel eine Menge, äääähhh, “Fachliteratur” zu dem Thema gibt, dann liegt Ihr mit Eurer Vermutung verdammt richtig :-D . Ein besonders schönes Buch unter all diesen Schätzen ist “Schokolade” von Eliq Maranik (der Buchtitel sagt alles – wozu unnötig Worte verlieren?).

Bisher habe ich aus dem Buch nur die Schoko-Kokos-Kegel nachgemacht. Zu wenig, denn viele weitere wundervolle Rezepte warten sehnlichst auf ihre Umsetzung. Jetzt habe ich diesen Schoko-Käsekuchen ausprobiert, bei dessen Zubereitung der Backofen keine Rolle spielt. Das ist ja gerade im Sommer ganz praktisch 8-) . Es ist mal wieder ein easy-peasy-Rezept mit leckerem Keksboden.

Zutaten für eine 26 cm-Springform

für den Boden:

125 g Butter // 200 g Vollkorn-Butterkekse

für die Schoko-Creme:

125 g dunkle Kuvertüre oder Schokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil (ich: Schokolade mit 73 %) // 200 g Sahne // 250 g Frischkäse (10 – 15 % Fettgehalt) // 75 g Zucker // Saft von ½ Zitrone

Zubereitung

Die Butter schmelzen. Die Kekse fein zerkrümeln (Ihr wisst schon: Gefrierbeutel & Nudelholz…) und unter die flüssige Butter mischen. Die Keks-Masse auf dem Boden Eurer Springform verteilen und gut andrücken. Den Boden der Springform hatte ich mit Backpapier ausgelegt.

Für die Schoko-Creme die Schokolade/Kuvertüre schmelzen und dann leicht abkühlen lassen. Sie darf nicht zu warm sein, sonst kann die Creme gerinnen.

Den Frischkäse mit Zucker und Zitronensaft vermengen. Die Sahne steif schlagen und die Frischkäse-Zucker-Mischung vorsichtig mit einem Teigschaber unter die Sahne ziehen. Zum Schluss die flüssige Schokolade/Kuvertüre unterheben.

Die Schoko-Creme auf dem Keksboden verstreichen und den Kuchen mindestens 2-3 Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank stellen. Nun das gute Stück nach Belieben verzieren (ich: nicht) und in Stücke schneiden. Die Creme ist trotz Nachtlagerung im Kühlschrank nicht soooo fest geworden, aber das Schneiden war kein Problem. Und das Essen sowieso nicht ;-) .

Meine bescheidene Meinung? Der Schoko-Käsekuchen ist ein Hochgenuss! Keksböden sind ja eh toll, mit Butterkeksen ist er diesmal recht klassisch. Haferplätzchen oder zur Weihnachtszeit Spekulatius sind bestimmt auch sehr lecker. Und die Schoko-Creme ist soooo samtig, absolut traumhaft. Sie zerschmilzt auf der Zunge. Toll ist die leicht säuerliche Note durch den Zitronensaft. Alles in allem: Ihr merkt schon, ich bin von diesem Schoko-Käsekuchen schwer begeistert <3 . Er ist total einfach in der Herstellung und absolut köstlich. Lasst es Euch schmecken!

Ihr mögt lieber weiße Schokolade? Dann hüpft gleich mal zum cremig-kühlen White Chocolate Cheesecake rüber!

Kaffee. Einfach richtig guter Kaffee.

21 Aug Frisch gerösteter Kaffee

Bei Kaffee ist es so: Man mag ihn – oder auch nicht. Bei mir ist es so: Ich mochte immer schon den Duft – habe Kaffee aber die ersten 23 Jahre meines Lebens als Getränk konsequent ignoriert. Vor ein paar Jahren hat sich das nun gründlich geändert. Warum, weiß ich gar nicht genau. Aber plötzlich schmeckt’s halt. Außerdem passt das heiße Gebräu natürlich auch vorzüglich zum wochenendlichen Kuchengenuss im Schokohimmel :-) . Die kleine French Press, den Porzellan-Handfilter und meine heißgeliebte Mokka-Herdkanne möchte ich jedenfalls nicht mehr missen. Und freue mich immer wieder darüber, dass es in Düsseldorf einige tolle kleine Röstereien gibt, die richtig guten Kaffee verkaufen.

Jetzt hatte ich das große Glück, eine Kaffeeschulung bei Tamas Fejer von der Kaffeeschmiede in Oberkassel zu gewinnen. Yeah! Wir hatten in kleiner Runde einen informativen und lustigen, geruchs- und geschmacksintensiven Abend ganz im Zeichen des Kaffees. Und haben viel gelernt: über die Anbauländer und die Geschichte des Kaffees, über Kaffee und Gesundheit (→ Kaffee ist mindestens ebenso gesund wie Schokolade :-) ), über den Weg des Kaffees von der Blüte/Verarbeitung bis in die Tasse, über diverse Zubereitungsarten und Kaffeespezialitäten.

Außerdem haben wir außergewöhnliche Sorten schlürfend verkostet (ja, auch den berühmten “Katzenkaffee”), uns am perfekten Milchschaum und “Latte Art” versucht (ein hoher Eiweißgehalt ist wichtig) und natürlich Kaffee geröstet. Es ist faszinierend, wie die rohen Bohnen nach wenigen Minuten ihre Farbe ändern und zu duften anfangen: erst nach Heu, dann nach Getreide, nach Nuss, nach frischem Brot, schließlich unverwechselbar nach Kaffee…

Und am Ende stand fest: Das hier ist einfach richtig guter Kaffee und mit “Industriekaffee” in keinster Weise vergleichbar. Er kann nussig, blumig, rauchig, würzig, schokoladig [...] schmecken. Und ist ein hochkomplexes, hocharomatisches Genuss-Lebensmittel. Kaffeerösten ist Handwerkskunst!

Mit frisch geröstetem Espresso im Gepäck gingen alle Teilnehmer dann koffeinbeglückt nach Hause. Und ich frage mich einmal mehr, wie ich 23 Jahre lang ohne (einen solchen) Kaffee ausgekommen bin :-D . Jetzt lasse ich aber Bilder sprechen. Übrigens: Echt schade, dass man Kaffeeduft nicht per Blog-Post transportieren kann ;-) . Kommt gut in den Tag! Vielleicht mit einem leckeren Kaffee?

Danke an das Team der Kaffeeschmiede für einen tollen Abend!

PS: Kaffeebegleitung gesucht? Probiert mal Schoko-Espresso-Fudge! Oder natürlich knusprige Cantuccini zum Eintunken

Süß & salzig: fudgy Erdnussbutter-Brownies

15 Aug Kletschiger Erdnussbutter-Brownie

Ja, ich hätte mir auch eine Überschrift mit einem passenden deutschen Begriff ausgedacht, aber nichts trifft die Konsistenz dieser Brownies so gut wie “fudgy”. Ich <3 dieses Wort (und die Konsistenz sowieso)! “Nicht ganz durchgebacken”, “unterbacken”… naja. Weich, cremig, schlotzig, kletschig… Ihr dürft mir gern weiterhelfen, sonst bleibe ich einfach bei fudgy.

Ein richtiger Brownie ist dieser Erdnuss-Butter-Kuchen auch nicht unbedingt, weil keine Schokolade drin ist. Aber wenn Erdnussbutter Schokolade wäre, wären es Brownies. Kann mir noch irgendjemand folgen? :-D Egal, das Zeug ist saulecker! Und superschnell zubereitet. Das Rezept habe ich aus dem Buch “Kleine Kuchen”. Daraus sind übrigens auch die mächtig-leckeren Cheesecake-Brownies (→ ein gutes Buch! :-) ).

Zutaten für eine 20 cm-Springform

75 g weiche Butter // 100 g Erdnussbutter (meine: cremig) // 175 g Zucker // 2 Eier // 150 g Mehl // 1 TL Backpulver // 2-3 EL gesalzene Erdnusskerne

Zubereitung

Die Springform mit Backpapier auslegen oder einfetten und den Backofen auf 160°/Umluft (sonst: 175°) vorheizen. Für den Teig die weiche Butter und die Erdnussbutter mit dem Mixer schön hell und cremig schlagen. Den Zucker dazugeben und gut unterrühren. Die Eier jeweils einzeln gründlich unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und am Ende nur ganz kurz unterrühren.

Den Teig in die vorbereitete Backform einfüllen und glattstreichen bzw. -rütteln. Mit den gesalzenen Erdnusskernen bestreuen und die Brownies im heißen Ofen ca. 30-35 Minuten backen. Der Kuchen geht dabei schön hoch (hinterher ist er in der Mitte wieder etwas abgesunken). Die Oberfläche soll braun und knusprig sein, das Innere noch schön weich und nicht ganz durchgebacken. Ist die Zeit rum, das Ganze nur noch gut auskühlen lassen… und dann genießen.

Oh wow, dieser Kuchen ist soooo lecker! Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr ein bisschen etwas mit Erdnussbutter anfangen könnt und nicht gleich zurückschreckt, wenn Süßes & Salziges zusammentreffen ;-) . Ich fand’s genial. Die Brownies schmecken intensiv nach Peanutbutter und sind eben richtig schön “fudgy”/kletschig. Die gesalzenen Erdnüsse bringen einen wunderbar-knackigen Extra-Kick in die ganze Geschichte. Wenn schon Kuchen ohne Schokolade, dann bitte so! :-D Lasst es Euch schmecken!

PS: Hier gibt’s noch mehr Zeug mit Erdnussbutter!

PPS: Ihr wollt “echte” Brownies mit Schokolade? Hier sind superschlotzige dunkle Brownies! Und hier geht’s zu den tollsten Blondies ever mit gesalzenen Macadamias

Saftiger Zucchini-Nuss-Kuchen & ein zuckersüßer Blumengruß

9 Aug Supersaftig: Zucchini-Nuss-Kuchen

Nach all der Schokolade (Eis! Cheesecake!) wird es heute mal wieder unschokoladig “gesund”. Aber keine Angst: Auch ohne meine Lieblingszutat ist dieser Kuchen sehr lecker und saftig. Drin sind Zucchini (die ich unter der Woche auch ständig als Abendessen-Zutat nutze) und Nüsse (die sich jeden Morgen in meinem Müsli befinden). Warum nicht also beides in einem Kuchen vereinen? Das Rezept habe ich bei Saskia rund um die Uhr gefunden. Ich habe nur die Nussmenge etwas erhöht und das Mehl entsprechend reduziert, weil ich gemahlene Nüsse im Teig einfach toll finde.

Und hey, ich habe mich mal an Fondant versucht, ich Deko-Königin :-D . Dr. Oetker hat mir netterweise ein Probierpäckchen zur Verfügung gestellt. Herausgekommen ist eine kleine Blumendeko. Auch einfacher Rührkuchen kann mit Fondant also aufgepeppt werden (Talent vorausgesetzt), nicht nur Torten!

Zutaten für eine 26 cm-Kastenform*

300 g Zucchini // 100 g weiche Butter oder Margarine // 200 g Zucker (ich habe braunen und weißen gemischt) // 130 g gemahlene Haselnüsse (im Original: 100 g ) // 220 g Mehl (im Original: 250 g) // 3 Eier // 1 Päckchen Backpulver // 1 Päckchen Vanillezucker // 1 TL Zimt

Zubereitung

Zunächst die Kastenform einfetten. Die Zucchini (mit Schale) fein raspeln. Alle anderen Zutaten in eine Rührschüssel füllen und mit den Rührstäben des Handmixers kräftig vermengen.  Der Teig ist auch ohne zusätzliche Flüssigkeit wie Milch recht, ja, flüssig (gibt’s keine anderen Wörter für “Flüssigkeit” und “flüssig”?). Schuld ist die Zucchini ;-) .

Also: Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und den Kuchen bei 180° (oder 160° Umluft) ca. 50-60 Minuten backen**. Mmmmhhh, das duftet köstlich! Stäbchenprobe machen. Vor dem Servieren könnt Ihr den Kuchen noch mit Puderzucker bestäuben oder wahlweise eine Schoko-/Kakaoglasur draufpinseln…

… der Kuchen schmeckt so oder so, er ist nämlich supersaftig und schmeckt toll nussig, zimtig und vanillig! Es ist ein richtig leckerer Nusskuchen. Denn die Zucchini sorgt nur für die fantastische Konsistenz und eine etwas “andere” Farbe, hat aber mit dem Geschmack des Endprodukts wenig zu tun. Backempfehlung!

PS: Ihr wollt noch mehr Gesundes? Dann probiert im Herbst mal unbedingt den leckeren Kürbiskuchen! Falls Ihr lieber einfach einen grünen Kuchen wollt (kann ja sein… :-D ), solltet Ihr den cremigen Avocado-Kuchen testen.

* Ich habe die Zutatenmenge für meinen Zweipersonenhaushalt mal wieder verringert und andere Formen verwendet, eine 14 cm-Kastenform und Muffinförmchen. Lasst Euch also von der Kuchengröße auf den Fotos nicht irritieren.

** Die 14 cm-Kastenform hatte ich ca. 30-35 Minuten lang im Ofen, die Muffins 20-25 Minuten. Hier helfen nur “Augen auf” und die Stäbchenprobe!


So, jetzt zur Fondant-Deko:

Also erst mal: Was Kuchen-Deko angeht, bin ich ziemlich unbedarft :-D . Puderzucker? Kakaoglasur? Ein einfaches Frischkäse-Topping? Ich bin dabei! Alles andere überlasse ich gern professionellen Hochzeitstorten-Modellierern – oder den Talentierten unter Euch Lesern. Aber als ein Probierpäckchen Dekor Fondant im Schokohimmel-Briefkasten lag, war mein Ehrgeiz geweckt. Fondant ist übrigens eine formbare und geschmeidige Zuckermasse, die sich zum Ausrollen, Ausstechen und Modellieren eignet. Ihr kennt es am ehesten von aufwändigen Torten (und die gibt’s im Schokohimmel nun mal nicht… ich bin eher so der Rührkuchen-Typ :-D ).

Der Dekor Fondant ist sofort gebrauchsfertig: Knetet die Masse einmal in der Packung durch, legt den Fondant dann zwischen einen aufgeschnitten Gefrierbeutel und rollt ihn mit dem Nudelholz aus. Nun könnt Ihr daraus ausstechen und formen, was Euch in den Sinn kommt. Ich hatte in der aktuellen “Lecker Bakery”-Ausgabe diese kleinen Blümchen gesehen und mich daran versucht.

Also: Für die “Blumenstiele” einfach Holzspieße ( = Zahnstocher) mit grünem Fondant ummanteln. Für die “Blumenköpfe” weißen Fondant zu langen dünnen Rollen formen, diese flach drücken, aufrollen und aufspießen. Für die “Blätter” grünen Fondant zu kleinen Tropfen formen, diese leicht flach drücken, in der Mitte eine “Blattrippe” mit einem Messer eindrücken und das Ganze am unteren Rand dann leicht hochbiegen.  Alles zusammenstecken, ca. 3 Stunden bei Zimmertemperatur trocknen lassen und dann den Kuchen damit “verschönern”. Ist doch ganz süß, im wahrsten Sinne des Wortes ;-) .

Das Zuckerzeug hat sich auf jeden gut verarbeiten lassen. Dass es hier vielleicht mehr nach Kindergarten als nach Tortenkunst aussieht, geht auf meine Kappe. Ihr wisst ja, ich bin beim Kuchen-Aufpimpen nicht der Maßstab! :-D

Fazit: Fondant ist für Hochzeitstorten ein Muss, für Kuchen und Muffins eine nette Spielerei – für Leute, die Spaß am Dekorieren haben. Ich bleibe eher bei Schokoglasur, Frischkäse-Topping & Co. Vielen Dank an Dr. Oetker, dass ich mich mal ein bisschen austoben konnte!

Wenn’s schnell gehen muss: sahnigstes, cremigstes, einfachstes Giotto-Eis

2 Aug Sahnig-cremiges Giotto-Eis ohne Eismaschine

Ihr Lieben, auch an diesem Wochenende ist es wieder ganz schön warm. Deswegen steht die Eisproduktion im Schokohimmel auch nicht still. Okay, ich gebe es zu: Die Kreation “Sahne + gezuckerte Kondensmilch + Lieblingszutat” ist nicht mehr ganz neu und auf vielen Food-Blogs zu bewundern. Auch bei mir gab es schon mal ein Mandel-Nougat-Eis mit weißer Schoki nach dem gleichen Prinzip. Aber hey, was gut und einfach ist, schreit halt nach Wiederholung. Denn das Rezept erfüllt alle Kriterien für den Liebling des Jahres:

  • Du brauchst nur sehr wenige Zutaten.
  • Neben Sahne und gesüßter Kondensmilch kannst du reinmixen, was du willst (hier: Giotto).
  • Es ist absolut idiotensicher gelingsicher.
  • Es ist in zehn Minuten hergestellt (okay, und dann muss es halt ein paar Stunden frieren).
  • Du brauchst keine Eismaschine und erhältst trotzdem ein supersahniges, megacremiges Eis.

Das glaubst du nicht? Dann musst du es ausprobieren! :-)

Zutaten für ca. 4 Portionen Giotto-Eis

170 g gezuckerte Kondensmilch // 170 ml Sahne // ca. 65 g Giotto-Kugeln + ein paar Kugeln als Topping (ich hatte Mandel-Giotto statt der üblichen Haselnuss-Variante)

Zubereitung

Die Giotto-Kugeln in eine Schüssel geben, mit einer Gabel zerdrücken und gut mit der gezuckerten Kondensmilch verrühren. In einem Rührbecher die Sahne steif schlagen und dann vorsichtig unter die Giotto-Kondensmilch-Masse heben. FERTIG! Ging schnell, was? Logisch, Ihr wollt ja auch noch was von der Sonne da draußen haben… :-)

Die Masse in eine gefriergeeignete Schüssel füllen, Deckel drauf und ab in den Tiefkühler damit. Oder direkt in die Schälchen füllen (und mit Frischhaltefolie abdecken), in denen Ihr das Ganze auch servieren wollt. Umrühren müsst Ihr das Eis nicht mehr, es wird auch so unfassbar cremig. Eismaschinenhersteller dieser Welt, Ihr könnt einpacken!

Lasst es Euch schmecken! So, und jetzt raus ins Sonnenlicht, bevor das große Gewitter kommt! 8-)

PS: Wer lieber ein “gesundes” Eis essen will, sollte unbedingt mal das sahnige Matcha-Parfait probieren.

PPS: Noch mehr Giotto-Genuss? Probiert die Muffins!

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